Wofür sind Sie angetreten?

Als ich geboren wurde, 18 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges, waren Militär, Kriegswaffen und Panzer häufig zu sehen; Kasernen veranstalteten einen Tag der offenen Tür und oftmals erschrak ich, wenn wieder einmal Düsenjäger über mich hinweg donnerten. Diese Zeiten sind vorbei und ich habe mich entspannt an das kriegsfreie Leben gewöhnt. Ein Leben in Frieden ist etwas Wunderbares und sollte ein selbstverständlicher Dauerzustand sein. Dabei wurde Frieden früher als passiver Begriff verwendet, indem er die Abwesenheit von Krieg oder Gewalt beschrieb. Mit Gründung der UNO wollte man aktiv Einfluss nehmen auf die Gestaltung des Friedens und somit den Frieden nicht nur als passiven, kriegsfreien Zustand sehen, sondern ihn zu etwas Beeinflussbarem machen, was in vielen Fällen ja auch gelungen ist.

Ja, ich mache mir mehr Sorgen denn je um eine Welt, die von Machtkämpfen statt von Miteinander, die von Exklusion statt von Inklusion, die von Menschen wie Erdogan, Putin, Trump und Kim Jong-Un regiert werden.

Wo ist das, was das Miteinander ausmacht?

Wo sind die Politiker und Staatsoberhäupter geblieben, die mit Menschlichkeit, Würde, Respekt und vor allem mit Weitsicht regieren. Das Wort Staatsoberhaupt allein hat doch schon so etwas Majestätisches, etwas Stolzes, von dem ich so wenig sehe.

Haben wir in den letzten 70 Jahren so wenig dazu gelernt oder nach Kriegsende schon wieder alles vergessen? Liegt es daran, dass die Trümmerfrauen, die Deutschland von immerhin 400 Millionen Kubikmeter Schutt befreit haben, schon fast alle verstorben sind? Muss sich die Welt noch einmal beweisen, dass sie sich selbst in Schutt und Asche legen kann? Und dann? Sind wir dann überhaupt noch einmal in der Lage, die Trümmer wegzuräumen?

Gilt es nicht gerade in dieser heutigen Zeit einmal mehr Respekt zu zeigen? Ein wenig mehr Weitsicht? Ein wenig mehr Menschlichkeit? Ein wenig mehr Verständnis? Ein wenig mehr Zeit? Einmal mehr den positiven Unterschied machen? Ein wenig mehr „Wir“ statt „Ich“? Einmal mehr das tun, wofür man wirklich angetreten ist?

Wofür bist Du angetreten?

Aus diesem Grund habe ich einen Film produzieren lassen, der Sie inspirieren soll, genau das herauszufinden oder sich daran zu erinnern, wofür Sie angetreten sind.
Und eine solche Frage lässt sich kaum mit dem Verstand, sondern nur mit dem Herzen beantworten. Doch dann haben wir uns überlegt, es ist geradezu unmöglich, das Herz mit „Sie“ anzusprechen. Darum erlauben wir uns, Sie in diesem Film zu „Duzen“. Mit genau diesem Impuls kam in unserem Büro die große Frage auf, ob wir unsere Freunde und Leser in den Social-Media Kanälen und dem Newsletter duzen sollten. Interessanterweise war die Antwort einstimmig: In Social-Media wird geduzt. Und im Newsletter? Tja, da eben noch nicht. Und dann hatte ich vor einigen Wochen einen Vortrag mit dem Vorstand der Otto-Group, ein Unternehmen mit 50.000 Mitarbeitern, der darüber berichtete, dass sie zum Jahreswechsel das generelle „Du“ eingeführt haben. Also jeder Mitarbeiter ist von Haus aus mit jedem anderen Mitarbeiter der Otto-Group per Du. Ein spannendes Experiment, das auf fruchtbaren Boden fällt.
So erlauben wir uns, Sie in dem Film und auch in der Zukunft in unserem Newsletter mit einem respektvollen Du anzusprechen.

Also, hier ist der Film „Wofür bist DU angetreten?“ für Menschen, die wissen, wofür sie angetreten sind.
Angetreten um die Welt ein wenig besser zu hinterlassen als sie sie vorgefunden haben.

Mag der Film Dich inspirieren, genau das herauszufinden oder sich daran zu erinnern, wofür Du angetreten bist.

Zum Film 

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